Synonyme: Schließmuskel der Pupille, Pupillenschließer, Musculus sphincter pupillae, Musculus constrictor pupillae
Der Musculus sphincter pupillae oder auch „Pupillenschließer“ ist ein glatter Muskel der inneren Augenmuskulatur.
Innere Augenmuskel
Übersicht Musculus sphincter pupillae
Funktion: Pupillenverengung (Miosis)
Ursprung/ Ansatz: posteriores Irisstroma
Verlauf: zirkulär um Pupille
Innervation: Nn. ciliares breves
Blutversorgung: vordere Ziliararterien
Der Musculus sphincter pupillae spielt eine wichtige Aufgabe bei der Größenänderung der Pupille (Adaptation) und ist für die Verengung der Pupille (Miosis) verantwortlich.
Somit kann bei heller Umgebung einfallendes Licht reduziert werden und Blendung wird reduziert. Gleichzeitig führt er, ähnlich wie eine kleinere Blende bei einer Kamera unwillkürlich zu einer Vergrößerung der Tiefenschärfe.

Der Musculus sphincter pupillae ist ein Ringmuskel. Somit besitzt er einen ringförmigen, zirkulären Faserverlauf um die Pupille herum im hinteren Teil des Irisstroma.

Die arterielle Blutversorgung des Musculus sphincter pupillae palpebrae erfolgt durch die anterioren Ziliararterien.
Der Musculus sphincter pupillae wird parasympathisch innerviert von Nervenfasern aus dem Ganglion ciliare. Diese stammen aus den Edinger Westphal Kernen und erreichen das Ganglion ciliare über den Nervus oculomotorius.
Im Ganglion ciliare erfolgt eine Verschaltung vom prä- auf das postganglionäre Neuron. Anschließend durchqueren die Fasern in Form des Nn. ciliares breves die weiße Augenhaut und ziehen in Richtung des Augeninneren.